Der Goldpreis setzt heute seinen Abwärtstrend fort und fällt auf ein Zwei-Wochen-Tief von etwa $2,880. Ein moderater Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen stärkt den US-Dollar und hilft ihm, sich von seinem tiefsten Stand seit dem 10. Dezember zu erholen. Dieser Faktor, zusammen mit einer positiven Stimmung an den Aktienmärkten, belastet das Edelmetall.
Allerdings zwingt die Unsicherheit bezüglich der Zollpläne von US-Präsident Donald Trump und die Besorgnis über einen potenziellen Handelskrieg die bärischen Händler zur Vorsicht und dazu, Bestätigung zu suchen, dass Gold seinen kurzfristigen Höchststand als sicherer Hafen erreicht hat. Andererseits könnten Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Federal Reserve, vor dem Hintergrund von Anzeichen einer sich abschwächenden US-Wirtschaft, das Abwärtspotenzial von Gold begrenzen.
Um neuen Schwung zu gewinnen, sollten Händler auf die bevorstehenden Veröffentlichungen US-amerikanischer Wirtschaftsdaten heute warten.
Technischer Ausblick
Das $2,888-Niveau dient als sofortige Unterstützung, gefolgt von der $2,860–$2,855-Zone. Wenn es Gold nicht gelingt, diese Unterstützungsniveaus zu halten, könnte es anfällig für weitere Rückgänge werden, mit Ziel auf $2,834 und die psychologische Unterstützung bei $2,800.
Umgekehrt könnte jede Aufwärtsbewegung über den nächstgelegenen Widerstand bei $2,920 Verkäufer in der Nähe dieses Levels anziehen.
Ein nachhaltiger Ausbruch über $2,920 würde den Weg für weitere Gewinne hin zu einem horizontalen Widerstand bei $2,950–$2,955 oder sogar für einen erneuten Test des Anfang dieser Woche erreichten Rekordhochs öffnen.
Außerdem bleiben die Oszillatoren auf dem Tages-Chart im positiven Bereich, was auf ein bullisches Potenzial mittelfristig hindeutet.
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